GÉANT2 Macht Einen Riesenschritt Für Europäische Forschungstätigkeiten
Press Release
Das Netzwerk der nächsten Generation mit der ungeheuren Leistung von 500 Gbps ist eine globale Referenz für Exzellenz bei der Vernetzung im Bereich Wissenschaften
Luxemburg, 14 Juni 2005 - DANTE hat angekündigt, dass über 3 Millionen Forscher in 34 Ländern nach dem heutigen Start des weltweit ersten internationalen Hybrid-Forschungsnetzwerks in Luxemburg besser denn je in ihren Forschungsbemühungen vereint sein werden.
Das Netzwerk GÉANT2 ist das größte seiner Art, das jemals für die akademischen Kreise in Europa eingerichtet wurde. Es wurde an die sich weiterentwickelnden Bedürfnisse der Forscher in Europa angepasst, indem bessere Ressourcen für die Verarbeitung der sehr hohen Datenmengen bereitgestellt wurden, die von einigen weiterentwickelten wissenschaftlichen Forschungsinitiativen erzeugt werden, ohne dass dadurch der Hochleistungsdienst für die Gemeinschaft insgesamt unterbrochen wird. Zu den o.g. Initiativen gehören der neue Large Hadron Collider beim CERN und Radioteleskope, die in ganz Europa stationiert sind.
Eine Antwort auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Forschungsgemeinschaft erforderte eine innovative technische Lösung. Dai Davies, General Manager für DANTE, die Forschungsvernetzungsorganisation, die im Namen der National Research and Education Networks (NREN, etwa: Einzelstaatliche Forschungs- und Ausbildungsnetze) GÉANT2 koordiniert, erklärte: „Unser Ziel war, ein ganz anderes Netzwerk zu konzipieren. Mit einer Kombination aus geswitchter und gerouteter Infrastruktur können wir ein wirklich flexibles und benutzerfokussiertes Netzwerk anbieten.“
Das Netzwerk bietet standardübliche IP-Verbindungen neben geswitchten Links auf einigen Routen. Die geswitchten Leitungen bieten erforderlichenfalls für die anspruchsvollsten Anwendungen reservierte Punkt-zu-Punkt-Verbindungen und schaffen sog. „Vorfahrtsstraßen“ für den Datenverkehr. Darüber hinaus wird auf einigen Strecken „Dark Fiber“ (Lichtwellenleiter ohne Infrastruktur) mit der Übertragungsausrüstung von Alcatel genutzt. Statt Leitungen von Telekommunikationsanbietern zu mieten, bietet die Nutzung von Dark Fiber mittels Leasing eine bessere Kontrolle über Leistung und Kosten und wurde in zwei Dritteln des GÉANT2-Netzes zur Implementierung vorgesehen.
GÉANT2 ist Nachfolger des Netzes GEANT und bietet den europäischen Institutionen Zugang zu einem größeren Pool aus Ressourcen und Fachwissen; dies erfolgt mittels Hochleistungsverbindungen zu Forschungsorganisationen in Nordamerika, Japan, Lateinamerika, im Mittelmeerraum, im Nahen Osten und in Südafrika, und es wird sehr bald eine Verbindung zum Asien-Pazifik-Raum geben. Das Netz wird den Prozess der globalen Zusammenarbeit weitgehend vereinfachen und gleichzeitig die weltweit größte miteinander verbundene Forschergemeinde schaffen.
„GÉANT2 ist ein wirklich riesiger Schritt nach vorne. Mit diesem modernen Netz werden wir sicherstellen, dass Forscher in Europa besser und schneller verbunden werden als an einem anderen Ort auf der Welt“, erklärte die EU-Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien, Viviane Reding, beim europäischen Start des aufgerüsteten Netzes heute in Luxemburg.
Das Projekt repräsentiert die siebte Generation eines paneuropäischen Forschungs- und Ausbildungsnetzes und wird von der Europäischen Kommission mit 93 Millionen Euro gefördert, die die Hälfte der Gesamtmittel ausmachen. Die andere Hälfte wird von den NREN-Projektpartnern gestellt.
Die weiterentwickelten und innovativen Dienste des Projekts werden allen angeschlossenen Forschungsgemeinschaften auch gesteigerte Nutzbarkeit, größere Flexibilität und mehr Transparenz bieten. Ferner stellt es wesentliche Ressourcen zur Verfügung, die für die europaweiten ‚Roaming’-Dienste erforderlich sind. So haben Wissenschaftler von jedem beliebigen Punkt aus und zu jeder Zeit Zugang zu ihren Forschungs- und Universitätsnetzen und lassen somit Grenzen verschwinden; die Forscher können dann in jedem Institut in Europa so einfach arbeiten, als säßen sie an ihrem eigenen Schreibtisch. Die Entwicklung eines universellen Identifizierungs- und Autorisierungssystems schafft einen virtuellen Ausweis für Mobilität.
Zu den weiteren Entwicklungen gehören ausgefeilte Netzwerküberwachungsinstrumente, ein besserer Schutz der Sicherheit und ein Team aus Spezialisten, die im Netz auftretende Leistungsprobleme untersuchen und beheben. Neben dem Produktionsnetz wird ein paralleles Testnetz eingerichtet, das als Testgelände für neue Technologien dient, bevor diese auf den kommerziellen Markt gebracht werden.
Einzelheiten über die neue Backbone-Topologie finden Sie im Internet unter der Adresse www.geant2.net
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GÉANT2:
GÉANT2 stellt das Forschungs- und Ausbildungsnetzwerk der nächsten Generation für Europa bereit. Mit über 3 Millionen Nutzern in 34 Ländern Europas bietet GÉANT2 bisher einmalige geografische Abdeckung, hohe Bandbreite, innovative Hybrid-Netzwerk-Technologie sowie eine Reihe von benutzerorientierten Diensten. Die große geografische Reichweite schafft Verbindungen zu anderen Regionen der Welt und ermöglicht eine globale Zusammenarbeit in der Forschung. Das umfassende Programm der Forschungs- und Dienstleistungsentwicklung bei GÉANT2 hält Europa an der Spitze der weltweiten Forschung.
GÉANT2 wird zum einen von der Europäischen Kommission unter dem Sechsten Rahmenprogramm für Forschung und Entwicklung finanziert, bei den Projektpartnern handelt es sich um 32 europäische NREN (National Research and Education Networks, etwa: Einzelstaatliche Forschungs- und Ausbildungsnetze). Koordiniert wird GÉANT2 durch DANTE, der Forschungsvernetzungsorganisation, die Forschungsnetze auf der ganzen Welt plant, verwaltet und einrichtet.
Über DANTE:
DANTE ist eine gemeinnützige Organisation mit dem obersten Ziel, Forschungs- und Ausbildungsnetze im Namen der einzelstaatlichen Forschungs- und Ausbildungsnetze zu planen, einzurichten und zu verwalten. DANTE wurde 1993 gegründet und war maßgeblich am Erfolg der paneuropäischen Vernetzung von Forschung und Ausbildung beteiligt. Derzeit richtet DANTE das Netz GÉANT2 ein, das eine Aufrüstung des GÉANT-Netzes darstellt und weiterhin die Infrastruktur für die Datenkommunikation stellen wird, die für den Erfolg zahlreicher Forschungsprojekte in Europa wesentlich ist.
DANTE ist weltweit an Initiativen beteiligt, mit denen Länder in anderen Regionen miteinander und mit GÉANT2 verbunden werden sollen. Derzeit managt DANTE Initiativen, die sich auf den Mittelmeerraum, Lateinamerika und die Asien-Pazifik-Region konzentrieren, nämlich die Projekte EUMEDCONNECT, ALICE und TEIN2. Weitere Informationen erhalten Sie im Internet unter der Adresse: www.dante.net
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